Am Freitag den 11.09.2015 war nicht nur das Wetter überraschend gut. Auch die Stimmung aller HB-Klassen fiel deutlich positiv auf. Um die Fähigkeit des Teamworks zu schulen, boten die Oberstufenschüler der Klasse HB14P einige unterhaltsame Aufgaben auf. Auf der ersten Station war die Aufgabe das Abschließen eines Parcours mit dem Handicap der Rauschbrille, welche dem Träger einen Rausch von ca. 1,5 Promille simuliert und somit die Aufgabe erheblich erschwert. Auf Station 2 galt es, ein Hütchen zehnmal zu umrunden um dann so schnell wie möglich das andere Hütchen, welches ca. 50 Meter entfernt war, fünfmal zu umrunden, um dann zu seinem Team zurück zu rennen und den Nächsten abzuklatschen, damit er als nächstes antreten konnte. Natürlich muss man beachten, dass jede der Stationen unter Zeitdruck absolviert wurde. Also war es notwendig, mit dem Team zusammen zu arbeiten, indem man zum Beispiel auf Station 1 und 2 den orientierungslosen Kameraden zurief, damit er sich am Klang der Stimme orientieren konnte. Dann galt es auf Station 3, die Aufgabe des Sackhüpfens zu absolvieren. Besonders schwer war die Aufgabe der Station 4. Hier galt es mit einem Klassenkamerad - an den Knöcheln eines Beines zusammengebunden - einen Hindernisparcours zu durchlaufen, was sich zwar als etwas kniffelig erwies, aber nach einigen Sekunden zu einem gut abgestimmten Hüpfen auf einem Bein wurde. Nach Abschluss der sportlichen Aktivitäten gab es nicht nur gutes Essen vom Grill, sondern auch die Möglichkeit, sich mit den Schülern der Oberstufe auszutauschen. Diese waren für jede Frage offen und erwiesen sich als überaus hilfsbereit und freundlich. Es scheint fast schon surreal, wenn man bedenkt, wie man die Jahre vorher damit verbracht hat, in seiner neuen Schule oder Klasse den Ball flachzuhalten, um bloß nicht negativ aufzufallen und schlimmstenfalls das neue Mobbing Opfer zu werden. Diese Angst - und da bin ich mir sicher - wurde einem jeden von uns schon in den ersten Minuten genommen, da man uns - wie bereits erwähnt - einen überaus freundlichen Empfang bot. Es war also schon in den ersten Sekunden zu erkennen, dass diese Schule, die Berufsbildende Schule Wirtschaft 2, keine gewöhnliche Schule mit unzähligen Klassen, die alle ihr Eigenleben führen ist, vielmehr ist sie ein Zuhause, in der jeder freundlich zu einem ist, in der man sich umeinander kümmert und unterstützt und das aller wichtigste, sie ist ein Ort der Ruhe und des Friedens, in dem man Unmengen an Wissen erlangen kann, welches einem im späteren Leben nützlich sein kann, aber auch genug Zeit hat um Freundschaften fürs Leben zu schließen.

 

Beitrag von Tahir Atik (HB15P)